Dienstag ist unser Aktionstag im Kindergarten 

zwischen 9.00-11.30 Uhr befinden sich die Kinder in der hier aufgeführten Gruppe

  

Übersicht:

          1. Kindergartenjahr:

               Die Kinder im Alter von 2- 3 Jahren können in Ruhe in ihren Gruppenräumen ankommen.

          2. Kindergartenjahr: 

                 Die Kinder im Alter von 3-4 Jahren nehmen an der Gruppe EBB- Erleben, Bewegen Begreifen teil.

          3. Kindergartenjahr:

               Die Kinder im Alter von 4-5 Jahren nehmen an der diesjährigen Musikgruppe  „Die BUNTEN TÖNCHEN“  teil. 

          4. Kindergartenjahr:

               Die Kinder im Alter von 5-6 Jahren sind unsere "Großen" und gehen in die Vorschule.

     

Zu 1)

Das 1. Jahr wird dazu genutzt, dass die Jüngsten  in unserer Einrichtung ankommen dürfen, die Gruppe, die Kinder, die Kollegen und den Alltag kennenlernen und damit umgehen können. Für sie ist es eine Umstellung von zu Hause oder der Tagesmutter nun in den Kindergarten zu gehen und sich mit den neuen Gegebenheiten zurecht zu finden. Eine intensive Eingewöhnungsphase ist nötig, so fühlen sich  Kinder wohl und kommen gerne in den Kindergarten.

  

Zu 2)

EBB= Erleben, Bewegen, Begreifen

Wenn man ein 3-4 jähriges Kind in seinem Handeln beobachtet, um herauszufinden, was es am schönsten findet und womit es sich weiterentwickeln kann, stellt man fest, dass diese Altersgruppe in ständiger gemeinsamer Bewegung und beim ständigen Ausprobieren (Explorieren) ist.

Zeit zu Explorieren bietet unsere EBB Gruppe. Aus dem Explorieren mit den Materialien entwickelt sich ein Rollen-, Phantasie- und beginnendes Regel-Spiel.

Um diesen Weg gemeinsam zu gehen, bieten wir Materialien zum Fühlen, zum Verändern und das mit Wiederholungsmöglichkeit.

  • Materialien - verändern können – anfassen - begreifen= die Welt verstehen lernen.
  • Materialien - bewegen= von diesen bewegt werden.
  • Materialien - fühlen= Gefühle entwickeln.

Kinder bringen sich durch Bewegung immer selbst etwas bei. Ausreichend körperliche Bewegung ist Voraussetzung für das spätere Lesen- und Schreibenlernen und für eine gute kognitive Entwicklung.  Wir teilen die Kinder in Kleingruppen ein, damit sie den Freiraum haben, um die eigene Persönlichkeit im Schutze der Kleingruppe intensiver und freier zu zeigen und zu erleben.

Für diese Gruppen nehmen wir immer gerne Alltags- und Naturmaterialien (Milchtüten, Becher, Papprollen, Tesafilmrollen, Gemüsenetze, Eicheln, Kastanien etc.) an.

 

Zu 3)

Musikgruppe

Zu Beginn befindet sich die Gruppe in der Namensfindung. Es sollte ein Name gefunden werden, um sich noch mehr als musikalische Gruppe zu identifizieren.  Mit dem Gedanken der Partizipation, dass die Kinder mit bestimmen und mit entscheiden dürfen, kam der z.B. der Name „Die BUNTEN TÖNCHEN“ (dieser Name ändert sich jedes Jahr) zustande.

Wir möchten unseren 4-5 jährigen Kindern rhythmische und musikalische Reize bieten, indem wir gemeinsam Musikinstrumente kennenlernen, uns zur Musik bewegen, selber Musikinstrumente gestalten.

In den ersten Wochen werden wir uns mit der Einführung von Instrumenten beschäftigen, die für Klanggeschichten benötigt werden.

Später dürfen die Kinder eigene Instrumente basteln und passende Lieder einüben, die uns allmählich auf die verschiedenen Feste einstimmen. Damit alle so richtig in Bewegung kommen, werden in der kalten Jahreszeit Tänze eingeführt.

  

Zu 4)

Vorschule

Wir verstehen unsere Arbeit als Ergänzung zum Elternhaus und wollen damit einen wichtigen Zwischenschritt bis zur Schule ermöglichen.

Uns ist es ein großes Anliegen, die Kinder entwicklungsgerecht zu begleiten.

Doch wie sieht eine solche Vorschulbegleitung tatsächlich aus?

Wir treffen uns jeden Dienstagvormittag in der Zeit von 9.15 - 11.00 Uhr. Die Vorschulgruppe besteht aus Kindern, die ihr letztes Kindergartenjahr in unserer Einrichtung absolvieren. Die  Gruppe wird von zwei Erziehern begleitet, so dass auch eine Teilung der Gruppe möglich ist.

Dadurch ist eine intensivere Betreuung  und Beobachtung der Kinder gegeben. In einigen Projekten bekommen die Kinder die Möglichkeit ihre motorische Fähigkeit zu trainieren und auszuprobieren. Wir geben viel Raum für individuelle kreative Entfaltung. Wir setzen uns altersgemäß mit den faszinierenden Geheimnissen des Alltags der Kinder auseinander und staunen mit Hilfe von naturwissenschaftlichen Experimenten darüber. Durch das Erledigen von Gemeinschaftsaufgaben bilden sich ihre sozialen Kompetenzen spielerisch aus. Das soziale Lernen ist eine Grundvoraussetzung für einen guten Start in der Schule im nächsten Jahr.

 

Ab 9.15 Uhr    Vorschulkinder gehen in ihre Räume - Begrüßung, Aufgabenbesprechung, kurze Wiederholung der letzten Stunde

Ab 9.30 Uhr    Projektbeginn- Bewegung, Arbeitsblätter, Rollenspiele, Gemeinschaftsarbeit, Experimente, Gespräche, Geschichten, Singen,…

Ab 10.00 Uhr  Pause ( 2. kleines Frühstück)

Ab 10.15 Uhr  Projektvertiefung

Ab 10.45Uhr   Abschluss

                         eigenständige  Ordnerführung, Aufgabenbesprechung

Ab 11.00 Uhr  Lieder, Spiel, offene Fragen

 

Die Vorschulkinder nehmen nach dem Ferien zum Start in die Vorschulzeit an dem BISC (Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese- Rechtschreibschwäche) teil.

Das Bielefelder Screening ist ein Verfahren zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, das bei Vorschulkindern zehn beziehungsweise vier Monate vor der Einschulung einsetzbar ist. Damit unterstützt es die Effektivität primärer, vor Schuleintritt angelegter Präventionsmaßnahmen zum erfolgreichen Schriftspracherwerb. Aufgrund der zweimaligen Einsatzmöglichkeit lassen sich mit dem Verfahren auch die Wirkungen von vorschulischen Präventionsprogrammen überprüfen. Das BISC unterstützt in seiner Anlage unmittelbar die Förderplanung. Um Risikokinder identifizieren zu können, wurden im Wesentlichen solche Aufgaben in das Screening aufgenommen, die eine Differenzierung im unteren Leistungsdrittel ermöglichen.

Dem BISC liegt die Annahme zugrunde, dass Kinder beim Schriftspracherwerb an bereits vorhandene Kenntnisse und Fertigkeiten anknüpfen und somit die Ursachen für viele Probleme beim Schriftspracherwerb entwicklungsbedingt bereits frühzeitig identifiziert werden können. Folgende Leistungsbereiche bilden dabei die Bezugspunkte des Verfahrens:

  • Phonologische Bewusstheit: der Schriftspracherwerb erfordert Einsicht in die phonologische Struktur der Sprache und die Analyse und Synthese phonologischer Einheiten;
     
  • Schneller Abruf aus dem Langzeitgedächtnis: notwendig es ist ein ausreichend schneller Zugang zum phonologischen Code im Langzeitgedächtnis. Für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb müssen Schrift-Sprach-Verbindungen rasch abgerufen werden können;
     
  • Phonetisches Rekodieren im Kurzzeitgedächtnis: verbale Informationen im Arbeitsgedächtnis müssen mit hinreichender Genauigkeit phonetisch rekodiert werden können. Für erfolgreiches Lesen und Schreiben ist eine kurzfristiges Präsenthalten der verbalen Informationen im Kurzzeitgedächtnis sowie eine genügend große Gedächtnisspanne und der anschließende rasche und fehlerfreie Abruf aus dem Kurzzeitgedächtnis unerlässlich;
     
  • Steuerung visueller Aufmerksamkeit: die Verarbeitung von Schrift erfordert die aufmerksamkeitskontrollierte Beachtung von relevanten sowie die aktive Nichtbeachtung von irrelevanten Reizen und die Bewusstmachung der Verarbeitungsrichtung.

 

Auf dem BISC baut das Hören, Lauschen, Lernen das in Zwischenzeit der Testungen angewandt wird.

 

Wie setzen wir dieses um:

In diesem Jahr werden wir gruppenübergreifend das „HLL“  durchführen.

Die Vorschulkinder werden in 2 Gruppen gemischt. Diese werden von 3 Erziehern ( aus jeder Gruppe ein Erzieher) begleitet.

An 3 Tagen in der Woche bekommen die Kinder von einem Erzieher  ein Karte, die dem Kind sagt, dass es sich für das HLL aufstellen kann.

Das Kind weiß welche Gruppe sich in welchem Raum trifft.

In jedem Raum befindet sich eine Kiste mit den nötigen Materialien für alle Treffen sowie der Ordner mit den Aufgaben.

 

Was ist das Hören, Lauschen Lernen?

Das Gruppentraining nach dem Arbeitsbuch Hören, lauschen, lernen (Küspert & Schneider 1999, 3. Aufl. 2001) besteht aus sechs Übungseinheiten, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Die Spiele dieser Übungseinheiten verfolgen das Ziel, den Vorschulkindern Einblick in die Lautstruktur der gesprochenen Sprache zu vermitteln. Im Vordergrund steht die akustische Diskrimination bzw. Abstraktion sprachlicher Segmente wie Wörter, Reime, Silben und Phoneme. Es geht dabei um eine Förderung der Vorläuferfertigkeit phonologische Bewusstheit und nicht um das vorgezogene Lesen- und Schreibenlernen! Das Programm ist mit vielen Bildern, Bewegungs- und Singspielen sehr spielerisch gestaltet und will den Kindern nicht nur Einblick in die Welt der Laute, sondern auch Freude im Umgang mit der Sprache vermitteln.